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Digitalisierung von Super 8 und 8mm: professioneller Leitfaden [2026]

Heimfilme im Super-8-, 8mm- und anderen Schmalfilmformaten enthalten einige der wertvollsten Bilder des 20. Jahrhunderts: Familienurlaube, Hochzeiten, Geburten, Reisen und einmalige Momente, die zwischen den 60er- und 80er-Jahren gefilmt wurden. Im Gegensatz zu Video auf Magnetband ist Kinofilm ein fotochemischer Träger, der bei guter Aufbewahrung Jahrzehnte überdauern kann, sich aber mit der Zeit unweigerlich zersetzt. Die Digitalisierung durch Einzelbildabtastung ermöglicht es, alle in der Emulsion gespeicherten Informationen zu extrahieren und in digitale Dateien mit bis zu 4K Auflösung umzuwandeln, wobei jedes Detail mit einer Wiedergabetreue bewahrt wird, die die alten Telecine-Verfahren per Projektion niemals erreichen konnten. Bei Videoconversion Digital Lab digitalisieren wir seit über 22 Jahren Heim- und Profifilme in unserem Labor in Barcelona, mit mehr als 500.000 verarbeiteten Kassetten und Filmspulen für Privatpersonen, Institutionen und Kunden wie La Liga, TV3, UNED und die Filmoteca de Catalunya.

1. Was ist Super 8 und warum digitalisieren?

Super 8 ist ein 8 Millimeter breites Filmformat, das 1965 von Kodak als Weiterentwicklung des Standard-8mm-Formats eingeführt wurde. Dank seiner einfach zu ladenden Kassette und seiner kompakten, erschwinglichen Kameras wurde Super 8 in den 60er-, 70er- und 80er-Jahren zum Heimkinoformat schlechthin. Millionen von Familien weltweit filmten ihre wertvollsten Erinnerungen in diesem Format: Geburtstage, Kommunionen, Reisen, Sommerurlaube, Weihnachtsfeiern und Alltagsmomente, die heute ein audiovisuelles Erbe von unschätzbarem Wert darstellen.

Kinofilm ist jedoch nicht unsterblich. Im Laufe der Jahrzehnte zersetzt sich die fotochemische Emulsion: Die Farben verblassen, Flecken erscheinen, die Acetatbasis kann schrumpfen, und in den schwerwiegendsten Fällen entwickelt sich das sogenannte Essigsyndrom – eine irreversible chemische Zersetzung, die einen charakteristischen sauren Geruch erzeugt und den Film brüchig und unbrauchbar werden lässt. Feuchtigkeit, Hitze und Lichteinwirkung beschleunigen diese Prozesse. Schätzungen zufolge sind Millionen von Super-8-Filmspulen, die in spanischen Haushalten lagern, vom endgültigen Verlust bedroht.

Die Digitalisierung von Super-8-Filmen und anderen Kinoformaten ist die einzige Möglichkeit, diese Bilder langfristig zu bewahren. Eine professionelle Einzelbildabtastung erfasst die gesamte Auflösung und den Dynamikumfang der Originalemulsion und erzeugt hochwertige Digitaldateien, die sich verlustfrei speichern, kopieren, teilen und auf modernen Bildschirmen genießen lassen. Je früher die Digitalisierung erfolgt, desto besser das Ergebnis, da die Zersetzung kontinuierlich und irreversibel fortschreitet.

2. Filmformate, die wir digitalisieren

Super 8 ist das bekannteste Format, aber es gibt verschiedene Schmalfilm- und Profi-Filmformate. Bei Videoconversion Digital Lab digitalisieren wir alle:

  • Super 8 (Kodak, 1965): das weltweit beliebteste Heimkinoformat. Filmspulen von 15 m (3 Min.), 60 m (15 Min.), 120 m (30 Min.) und 240 m (60 Min.). Erhältlich als Stumm- und Tonversion (Magnetspur). Super 8 verwendet eine kleinere Perforation als Standard-8mm, wodurch ein um 50 % größeres Einzelbild und somit eine höhere Bildqualität möglich ist.
  • Single 8 (Fuji, 1965): das japanische Äquivalent zu Super 8, gleichzeitig von Fujifilm eingeführt. Es nutzt die gleiche Bildfläche wie Super 8, jedoch mit einer stabileren Polyesterbasis und einer anderen Kassette. Single-8-Filme können mit denselben Geräten wie Super 8 projiziert und gescannt werden.
  • Standard-8mm (Pathé-Kodak, 1932): das ursprüngliche Heimkinoformat, auch als Regular 8 oder Normal 8 bekannt. Es verwendet 16mm-Film, der in zwei Durchgängen belichtet und dann in der Mitte geschnitten wird. Das Einzelbild ist kleiner als beim Super 8, aber die ältesten Heimfilmspulen liegen meist in diesem Format vor.
  • 9,5mm Pathé Baby (1922): eines der ersten Amateurfilmformate, sehr beliebt in Europa von den 1920er- bis 1960er-Jahren. Es verwendet eine einzelne zentrale Perforation zwischen den Einzelbildern. Ein seltenes, aber historisch wertvolles Format, das spezialisierte Scanning-Geräte erfordert.
  • 16mm (Kodak, 1923): semiprofessionelles Format, verwendet in Dokumentarfilmen, unabhängigem Kino, Fernsehen und Werbung. Bietet eine deutlich höhere Bildqualität als Super 8 mit einer Auflösung, die 4K entspricht. Die Spulen können 3 Minuten (30 m) bis 30 Minuten (120 m) oder mehr bei großen Spulen enthalten.
  • 35mm: das Standardformat des professionellen und kommerziellen Kinos. Mit einer äquivalenten Auflösung von über 6K bietet 35mm die höchstmögliche Qualität auf analogem Film. Wir digitalisieren 35mm-Filmspulen für Produktionen, Filmarchive und Institutionen.

Jedes Format hat spezifische technische Eigenschaften, die angepasste Scanning-Geräte und Fachwissen erfordern. In unserem Labor in der Av. República Argentina 38, Barcelona, verfügen wir über professionelle Scanner, die für jedes dieser Formate kalibriert sind und die höchste Wiedergabetreue bei der Erfassung gewährleisten.

3. Der Prozess der Einzelbildabtastung

Die Einzelbildabtastung (Frame-by-Frame) ist die professionelle Referenzmethode zur Digitalisierung von Kinofilmen. Im Gegensatz zum alten Telecine-Verfahren per Projektion, bei dem der Film auf eine Leinwand projiziert und mit einer Videokamera abgefilmt wurde, verwendet das FxF-Scanning einen dedizierten Scanner, der jedes einzelne Bild mit einem hochauflösenden Sensor und kontrollierter LED-Beleuchtung erfasst. Das Ergebnis ist ein scharfes, stabiles Bild mit dem vollen Dynamikumfang, den die Originalemulsion bieten kann.

Der Prozess beginnt mit einer visuellen Inspektion der Filmspule: Der Zustand des Films wird überprüft, Klebestellen, Risse, Schimmelstellen oder Symptome des Essigsyndroms werden erkannt. Bei Bedarf wird eine schonende mechanische Reinigung durchgeführt. Anschließend wird der Film in den Scanner eingelegt, der Bild für Bild mit mechanischer Präzision vorschiebt, jedes Einzelbild mit einer kalten LED-Lichtquelle beleuchtet (die keine Wärme erzeugt und die Emulsion nicht beschädigt) und es mit einem hochauflösenden CMOS- oder CCD-Sensor erfasst. Der Scanner wendet automatisch eine Belichtungskorrektur an und kann in Auflösungen von HD (1920x1080) bis echtem 4K (4096x3112) oder höher erfassen, je nach Format und verwendetem Gerät.

Nach der Erfassung werden die Einzelbilder digital verarbeitet: Farbkorrektur zum Ausgleich der alterungsbedingten Farbverschiebungen, Stabilisierung zur Beseitigung der Restbewegung zwischen den Bildern und optional KI-Remastering zur Reduzierung des Filmkorns, Verbesserung der Schärfe und Hochskalierung der Auflösung. Die fertige Datei wird in einem hochwertigen Format (ProRes, H.265 oder dem vom Kunden bevorzugten Format) per Online-Download oder auf physischem Datenträger per NACEX-Kurierdienst geliefert.

4. Telecine vs. Einzelbildabtastung

Jahrzehntelang war das übliche Verfahren zur Übertragung von Kinofilmen auf Video das Telecine per Projektion: Ein Projektor wurde vor einer Videokamera platziert und das auf eine Leinwand projizierte Bild aufgenommen. Diese Methode, obwohl sie jahrelang die einzig verfügbare Option war, hat gravierende Einschränkungen, die sie gegenüber der Einzelbildabtastung veraltet erscheinen lassen. Im Folgenden vergleichen wir beide Methoden:

AspektTelecine (Projektion)FxF-Scanning
MethodeProjektor + VideokameraDedizierter Scanner mit hochauflösendem Sensor
Maximale AuflösungSD (720x576) oder eingeschränktes HDBis echtes 4K (4096x3112) oder höher
BildstabilitätSichtbare Vibrationen und FlackernPerfekt stabiles Bild
FarbtreueDurch Projektion und Optik verfälschtDirekte Erfassung der Emulsionsfarbe
Risiko für den FilmWärme der ProjektorlampeKalte LED-Beleuchtung, kein Risiko

Die Einzelbildabtastung ist in allen technischen Aspekten objektiv überlegen. Der Qualitätsunterschied ist mit bloßem Auge sichtbar: Während ein Telecine-Verfahren ein weiches, zittriges Bild mit verwaschen Farben erzeugt, enthüllt ein FxF-Scan alle Details und den chromatischen Reichtum des Originalfilms. Bei Videoconversion Digital Lab verwenden wir ausschließlich Einzelbildabtastung, um die höchste Qualität bei jeder Digitalisierung zu garantieren.

5. Preise und Service

Die Digitalisierung von Kinofilmen in einem professionellen Labor ist erschwinglicher, als viele erwarten. Bei Videoconversion Digital Lab bieten wir transparente Tarife, angepasst an jedes Format und jede Filmlänge:

  • Kleine Filmspule (bis 60 m / ~15 Min. Super 8): ab 15 € (inkl. MwSt.). Beinhaltet Einzelbildabtastung in HD oder Full HD und Lieferung per Online-Download.
  • Große Filmspulen (über 60 m): Tarif von 1,50 €/Min. für längere Filmmeter. Ideal für umfangreiche Sammlungen oder Spulen von 120–240 m.
  • KI-Remastering (optional): Bildverbesserung durch künstliche Intelligenz: Kornreduzierung, Schärfeverbesserung, erweiterte Farbkorrektur und Hochskalierung. Zuschlag von 50 % auf den Basispreis.
  • Versand in ganz Spanien: Abholung und Lieferung per NACEX-Kurierdienst in ganz Spanien. Sie müssen nicht nach Barcelona kommen: Senden Sie uns Ihre Filmspulen von jedem Ort in Spanien.

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und Lieferung per Online-Download. Für Großprojekte, Filmarchive oder Institutionen erstellen wir individuelle Angebote. Besuchen Sie uns in unserem Labor in der Av. República Argentina 38, 08023 Barcelona, rufen Sie uns an unter +34 630 17 26 23 oder schreiben Sie uns an info@videoconversion.es.

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